Muskelschwund
von Dr. Carsten Schröter
Muskelschwund
Oft
wird vereinfachend von Muskelschwund oder
Muskelkrankheit gesprochen, wenn allgemein die
neuromuskulären Erkrankungen gemeint sind. Was
ist der Unterschied? Muskelschwund besagt grundsätzlich
nur, dass die Muskulatur krankheitsbedingt schmächtiger
und schwächer wird. Ob es sich dabei um eine
Erkrankung des Muskels selber oder eine
Erkrankungen der Nervenbahnen handelt, wird
durch den Begriff nicht unterschieden. Bei den
Erkrankungen des Muskels handelt es sich
insbesondere um die Muskeldystrophien, die
Muskelentzündungen und die
Stoffwechselerkrankungen des Muskels, die
metabolischen Myopathien. Zu den zum
Muskelschwund führenden Erkrankungen der Nerven
sind insbesondere die neuralen und die spinalen
Muskelatrophien zu nennen. Hier ist der Muskel
das Organ, durch dessen Schwäche die Erkrankung
auffällt. Er ist aber nur indirekt betroffen
durch die Erkrankung des Nerven.
Die
Multiple Sklerose wird wegen der Abkürzung MS
oft mit Muskelschwund verwechselt. Muskelschwund
und Multiple Sklerose sind aber völlig
unterschiedlich verlaufende Erkrankungen, die auch
in der Krankheitsentstehung keinen
Zusammenhang bieten. Die Abkürzung MS wird tatsächlich
nur für die Multiple Sklerose verwendet und wäre
in Zusammenhang mit Muskelerkrankungen irreführend.
Muskelschwund
ist im Vergleich zu anderen Erkrankungen relativ
selten. So leben etwa 3 – 4 Personen von
100.000 Einwohnern in Deutschland mit einer
Muskeldystrophie vom Typ Duchenne (www.muskel-dystrophie.de),
der häufigsten Form der Muskeldystrophien.
Unter der amyotrophen Lateralsklerose (www.amyotrophe-lateralsklerose.de)
leiden etwa 3 – 8 pro 100.000 Einwohner, unter
der spinalen Muskelatrophie (www.muskelatrophie-spinale.de)
vom Typ Kugelberg-Welander etwa 0,3 pro 100.000.
Muskelentzündungen (Myositis) kommen mit einer
Häufigkeit von etwa 0,5 auf 100.000 Personen
vor. Entsprechend haben viele Therapeuten und Ärzte
auch wenig Erfahrung mit den verschiedenen
Facetten von Muskelschwund. Aus diesem Grunde
wurden an Universitäten Muskelzentren,
insbesondere zur Diagnostik aufgebaut.
In
der Klinik Hoher Meissner werden Patienten von
einem interdisziplinären Behandlungsteam,
bestehend aus Ärzten, Krankengymnasten,
Ergotherapeuten, Logopäden, Sozialarbeitern und
Psychologen behandelt. Ziele der Therapie und
insbesondere der Rehabilitation bei Patienten
mit Muskelschwund sind insbesondere die
Verbesserung und das Erhalten der Selbständigkeit
in der Beweglichkeit und Selbstversorgung sowie
der Teilhabe am sozialen Leben. Auf unserer Internet-Seite www.muskelkrankheit.de erhalten Sie einen Überblick über die verschiedenen Formen von Muskelschwund, zur Einteilung, zu Ursachen, Diagnostik und Behandlungsmöglichkeiten.
Informieren Sie sich auch zu den Themen
Sport und Bewegung bei
neuromuskulären Erkrankungen
und
Hilfsmittel für
Patienten mit neuromuskulären Erkrankungen
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den besten Wünschen, insbesondere für Ihre
Gesundheit Chefarzt
der Neurologischen Abteilung der Klinik Hoher
Meissner
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